332 SeitenKLAPPENTEXT
Aus dem Russischen von Swetlana Geier.
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Taja Gut.
1965 wurde Andrej Sinjawskij vom russischen Geheimdienst verhaftet und gemeinsam mit seinem Freund Juli Daniel
in einem Schauprozess angeklagt. Er erklärte sich für unschuldig und blieb dabei - ein Novum in der Sowjetunion.
Das Urteil lautete auf sieben Jahre Zwangsarbeit. In der Zeit schmuggelte er auf abgerissenes Papier gekritzelte
Briefe an seine Frau Maria aus dem Lager, die "Eine Stimme im Chor" bilden. Es sind Aufzeichnungen aus einem Totenhaus,
die durch die Freiheit ihrer Gedanken bestechen und vom Überleben mit tiefer Humanität berichten.